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Aktuelle Zwischeninformation zum Fischsterben am Silbersee Lohsa / Speicher Lohsa I

Beitrag erstellt am Mittwoch, den 8. August 2018

Dresden/Lohsa/Friedersdorf, den 08.08.2018

Fischsterben – eine erste Einschätzung

Seit 01. August 2018 sind haupt- und ehrenamtliche Kräfte unserer Verbandes im Einsatz, um die kritische Lage einzudämmen und alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Innerhalb der letzten Tage wurden von letzten Donnerstag bis gestern ca. 2 Tonnen verendeter Fische abgelesen und der Tierkörperverwertung zugeführt. Mit den Ordnungsbehörden, der Gemeinde Lohsa, Vertretern des Freistaates, dem Landkreis Bautzen, der Landestalsperrenverwaltung, LMBV und mehreren zuständigen Behörden sind wir teilweise mehrmals täglich in stetiger Abstimmung. Als Zwischeninformation können wir folgende eigene Einschätzung  vermelden:

  • Nach eigener Schätzung sind im Silbersee Lohsa ca. 20 Tonnen Fisch verendet, die Masse ist innerhalb weniger Stunden durch die schnelle Verwesung infolge der Wetterlage zu Boden gesunken.
  • Die Fische sind anhand der Verwesungserscheinungen von letzten Mittwoch bis Samstag verendet.
  • Hauptfischarten sind Weißfische und kleine Barsche von 5 bis 20 cm, große Barsche von 35 bis 45 cm, Hechte bis > 120 cm, Welse bis > 150 cm, Silber- und Marmorkarpfen bis > 120 cm und Zander bis > 90 cm.
  • Nach ersten Prognosen wurde das Fischsterben maßgeblich durch Sauerstoffmangel infolge der monatelangen Hitzewelle ausgelöst, eine hundertprozentige Diagnose steht jedoch noch aus.
  • Mehrere Wasser- und Fischproben wurden von den zuständigen Behörden und im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung genommen und derzeit ausgewertet.
  • Der Zulaufpegel am Einlauf Kleine Spree wurde seit Freitag erhöht. Dies erfolgt unter der Berücksichtigung, dass andere Gewässer der Umgebung, bei denen es ebenso schnell zu Sauerstoffmangel kommen kann, nicht vernachlässigt werden. Es fehlen schlichtweg ergiebige Niederschläge!
  • Seit Anfang der Woche hat sich die Lage etwas entspannt, ein Verenden weiterer Fische wurde nicht beobachtet.
  • Seit Montagnachmittag wurde dem Anglerverband eine Sondergenehmigung zum Befahren des Sperrbereiches von der LMBV ausgestellt. Somit konnten große Fischkadaver aus den Sperrbereichen entnommen und der Entsorgung zugeführt werden.
  • Ein verschlossener Container zur Tierkörperbeseitigung, der bei weiterem einsetzenden Fischsterben verfügbar sein muss, verbleibt vorerst bis mindestens Donnerstagnachmittag oder, je nach Lage, auch über das kommende Wochenende vor Ort am Friedersdorfer Strand. Täglich wird die Lage neu eingeschätzt. Eine leichte Entspannung der Wetterlage ist für das Wochenende vorgesehen.
  • Nach eigenen Sichtungen sind noch viele kleine und mittlere Schwarmfische, aber auch große Fische im Gewässer vorhanden. Von einem Totalverlust müssen wir glücklicherweise derzeit nicht ausgehen, die Lage bleibt aber bei dieser Wetterlage kritisch und muss ständig neu eingeschätzt werden.

 

Wir rufen hiermit auf, dass unsere organisierten Angler vor Ort helfen, wenn Hilfe benötigt wird. Sollte es zu einem weiteren Einsetzen des Fischsterbens kommen, ist jede helfende Hand beim Ablesen der Fische notwendig, um einem Totalverlust entgegenzuwirken. Bei neu einsetzendem Fischsterben sind auch wir wieder mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften dauerhaft vor Ort.

WICHTIGER HINWEIS: Die Ausnahmegenehmigung zum Befahren der Sperrbereiche mit Booten bezieht sich ausschließlich auf den Anglerverband und sein eingewiesenes haupt- und ehrenamtliches Personal. Dies wurde in einigen Zeitungsberichten sehr missverständlich dargestellt. Angler und Helfer dürfen nicht eigenmächtig mit dem Boot auf den Silbersee. Gesperrte Bereiche dürfen nicht betreten werden. Wir bitten die Information vom 03.08.2018 zu beachten. Für alle freigegebener Bereich ist ausschließlich der 350m-Abschnitt auf der Campingplatzseite in Friedersdorf. Wir bitten um Beachtung der offiziellen Informationen vor Ort und auf dieser Website.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für die bisherige Unterstützung der Mitglieder des AV Silbersee Lohsa e. V. und bei André Labitzke, unserem Mitarbeiter im Lausitzer Seenland bedanken, die seit letzten Donnerstag bei mühsamen Bedingungen alles mit organisieren und beim Absammeln der toten Fische helfen.

 

Wir brauchen Eure Unterstützung – Fischsterben am Speicher Lohsa I (Silbersee Lohsa)

Beitrag erstellt am Freitag, den 3. August 2018

Dresden/Lohsa/Friedersdorf, den 03. August 2018

Seit dem 01. August 2018 kam und kommt es noch immer zu einem Fischsterben am Silbersee Lohsa. Die Ursache wird über die entsprechenden Behörden zur Zeit festgestellt. Es ist aufgrund der anhaltenden Hitze damit zu rechnen, dass das Fischsterben durch Sauerstoffmangel hervorgerufen wurde. Die Tageszeitungen berichteten bereits:

  1. https://www.sz-online.de/sachsen/massensterben-von-fischen-im-silbersee-3988308.html
  2. https://www.lr-online.de/lausitz/hoyerswerda/gemeinde-lohsa-fische-sterben-massenweise-im-silbersee_aid-24197773

 

Als Sofortmaßnahme wurden seit gestern einige hundert Kilogramm toter Fische abgelesen und durch die Tierkörperverwertung entsorgt. Da stetig weitere tote Fische an den Strand gespült werden, ist ein regelmäßiges Absammeln der toten Fische unumgänglich. Dies wird nach den aktuellen Wetteraussichten auch die nächsten Tage so anhalten. Daher wurde heute ein Container gestellt, in den die toten Fische innerhalb der nächsten Tage eingefüllt werden können.

Wir bitten alle unsere Mitglieder um Mithilfe beim Absammeln der toten Fische. 

Da der See seit dem Jahr 2011 durch Sanierungsmaßnahmen gesperrt ist und nur der laut nachfolgender Karte gekennzeichnete Bereich innerhalb des „Campingparks Am Silbersee“ betreten werden darf, ist nur an dieser Stelle ein Absammeln möglich. Wir rufen alle Mitglieder auf, sich an der Aktion zu beteiligen und vor Ort beim Absammeln der Fische zu helfen. Wir werden nicht alle Fische ablesen können, aber jede helfende Hand, und sei es nur für 1 Stunde zwischendurch, entlastet ungemein. Es werden auch ab morgen wieder in unregelmäßigen Abständen Mitarbeiter des Verbandes vor Ort sein, ebenso der betreuende Verein AV Silbersee Lohsa. Das Absammeln ist nur am Tage sinnvoll, da es sich um ein abgeschlossenes Gelände handelt und zudem Unfälle infolge der Dunkelheit vermieden werden sollen.

Sollte kein Verantwortlicher unseres Verbandes oder des betreuenden Vereins vor Ort sein, so kann tagsüber an der Rezeption des Campingparks der Bolzen zum Öffnen und Schließen des Containers abgeholt werden. Diesen bitte wieder an die Rezeption zurückschaffen. Vor Ort sind Kescher, Tragekübel, Eimer und Harken vorhanden. Mitglieder unseres Verbandes dürfen zur Ausführung der Aktion selbstverständlich auch innerhalb der Umfriedung. Eigene Gummihandschuhe sind empfehlenswert. Mit dem Betreiber des Campingparkes haben wir aufgrund der Notlage vereinbart, dass sich helfende Mitglieder auch als solche bei der Rezeption am Eingang anmelden und selbstverständlich kostenfreien Zugang erhalten und ihr Auto im/am Gelände abstellen können. Die Beteiligung an der Aktion ist sowohl für Vereine, als auch für den individuellen Angler möglich – wir brauchen jede helfende Hand, dass wir uns bei der fortwährenden Arbeit abwechseln können.

Für die Unterstützung, im Namen aller Angler, bedanken wir uns recht herzlich!

Das Präsidium und die Geschäftsstelle des AV „Elbflorenz“ Dresden e. V.

 

Anhaltende Trockenheit wird zum Problem – Mithilfe

Beitrag erstellt am Freitag, den 27. Juli 2018

Dresden/Pirna, den 24.07.2018

Durch die anhaltende Dürre fielen in den letzten Tagen bereits einige größere Fließgewässer trocken. So musste diese Woche die Seidewitz in Pirna notgefischt werden. Dank der Umsicht der Mitarbeiter unserer AVD Angel-Service GmbH, die sowohl die Meldung, als auch mit uns zusammen die Befischung durchführten, konnten mehrere Tausend Fische, darunter Äschen, Bachforellen, Elritzen und zahlreiche andere Fischarten aus den Restlachen geborgen und in wasserführende Hauptläufe in der Umgebung umgesetzt werden.

Die derzeitige Wettervorhersage für die nächsten 2 Wochen deutet darauf hin, dass sich dieses Problem noch an anderen Gewässern verschärfen wird. Daher rufen wir alle Mitglieder auf uns Problemfälle vor Eurer Haustür mit den entsprechenden Informationen zu melden und möglichst aussagefähigen Fotos zu machen und diese an rene.haese@anglerverband-sachsen.de zu senden. Bitte dazu die Lage/den Abschnitt der jeweiligen Gewässer und einen Kontakt für Rückfragen angeben. Auch sind wir in Zeiten wie diesen darauf angewiesen, dass unsere Mitgliedsvereine dabei helfen die Fische mit uns oder nach Absprache mit uns aus trockengefallen Lachen zu bergen und in Sicherheit zu bringen.