Aktuelle Informationen zur Talsperre Quitzdorf

Vollständiger Abstau im Jahr 2019 geplant

Im Rahmen einer Pressemitteilung der Landestalsperrenverwaltungdes Freistaates Sachsen vom 08.02.2019 wurden wir über die geplante Entleerung der Talsperre Quitzdorf informiert. Informationen des Fischereiausübungsberechtigten, u.a. über veränderte Beangelungsbedingungen, finden Sie direkt auf der Website der Forellen- und Lachszucht Ermisch.

Unser Verband ist an der Talsperre Quitzdorf nicht fischereiausübungsberechtigt und somit keinem unmittelbaren Handlungszwang erlegen, der auf einer gesetzlichen bzw. vertraglichen Grundlage beruht. Da wir als Verband jedoch Gewässer als „Unter- und Oberlieger“ fischereilich bewirtschaften, gibt es bei uns vor allem aus tierseuchenrechtlicher Sicht viele klärungsrelevante Fragen, welche wir im Rahmen einer Anfrage vom 13.02.2019 im Rahmen unserer Mitgliedschaft an die Sächsische Tierseuchenkasse gerichtet haben. Aus dem Antwortschreiben vom 15.02.2019 geht hervor, dass durch die beteiligten Behörden ein seuchenhygienisches und tierschutzgemäßes Konzept erarbeitet werden soll. Die von uns gestellten Fragen sollen in das Konzept einfließen.

Bis zur finalen Klärung der gestellten Fragen und der Übermittlung eines fundierten Gesamtkonzeptes der Zuständigen an uns, welches für unsere Gewässer und den darin befindlichen Fischbestand alle möglichen Risiken ausschließt, können wir keine weiteren Entscheidungen auf unseren Verband bezogen treffen.

Darüber hinaus gelten für unsere Mitglieder folgende Verhaltensanforderungen:
  • Ein Umsetzen von Fischen aus der Talsperre Quitzdorf als Besatzmaterial für unsere Angelgewässer darf durch unsere Mitglieder aus rechtlicher und seuchenhygienischer Sicht nicht erfolgen.
  • Es existiert kein Versicherungsschutz des Verbandes bei der Teilnahme von Mitgliedern an Maßnahmen, die im Zusammenhang mit Dienstleistungen einer Fremdfirma stehen.

Hintergrund:

Vor neun Jahren wurden Karpfen aus der TS Quitzdorf als Materialprobe an die TSK für immunologische Untersuchungen auf das Vorkommen von KHV Erreger übergeben. Es wurde festgestellt, dass mehrfach und umfassend Erregernachweise des KHV-Virus erbracht wurden. Im Ergebnis dessen wurde durch den zuständigen Amtstierarzt eine Handlungsanweisung zum Umgang mit geangelten Fischen festgelegt. Die Inhalt der Handlungsanweisung bzw. Festlegungen durch den Amtstierarzt im Jahr 2011 sind nach unserer Kenntnis bis heute gültig.