Alle Beiträge von Rene Haese

Zentraler Umwelttag des Landesverbandes Sächsischer Angler e. V.

Hinweise für Vereine / Saubere Talsperre Bautzen

08.10.2020

Derzeit erreichen unsere Regionalverbände vermehrt Anfragen aus den Vereinen, ob Einsätze generell stattfinden dürfen, wie es mit dem “Zentralen Umwelttag des Landesverbandes Sächsischer Angler e. V“ steht und ob die normalerweise an diesem Tag stattfindenden zentralen Veranstaltungen wie die “Aktion saubere Talsperre Bautzen“ durchgeführt werden. Ausschlaggebend sind die derzeit gültigen Rechtsgrundlagen.

1. Sächsische Corona-Schutz-Verordnung
2. Allgemeinverfügung – Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus

Diese Verordnungen werden regelmäßig aktualisiert und sind mitunter nicht leicht zu interpretieren. Generell sind Veranstaltungen erlaubt. Jedoch ist hierfür ein eigenes schriftliches Hygienekonzepte zu erstellen und durch einen Verantwortlichen stets mitzuführen. Auch eine Teilnehmerliste zur Kontaktnachverfolgung ist für den Fall der Fälle unabdingbar.

Die Aktion “Saubere Talsperre Bautzen“ als offizielle Verbandsveranstaltung wird in diesem Jahr jedoch nicht stattfinden.

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Trockenheit in Sachsen

Kaum noch Wasser in Sachsens Flüssen

Sachsenweit fließt in vielen Flüssen derzeit kaum noch Wasser. An knapp der Hälfte der Messstellen liegen die Durchflüsse im Niedrigwasserbereich. Das teilt das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) mit. Für die nächsten Tage werden keine ergiebigen Niederschläge erwartet. Erholung ist also nicht in Sicht.

Vollständiger Bericht des MDR zum Thema

Videobeitrag des MDR zum Thema

Vorbereitungen auf die kritische Zeit

Gefahr für Fische im Spätsommer am größten

Die Jahre 2018 und 2019 waren durch heiße und lange Trockenperioden geprägt. Die Ereignisse, bei denen Teile unserer Fließgewässer austrockneten oder beispielsweise am Silbersee Lohsa durch Sauerstoffmangel Tausende Fische starben bleiben im Gedächtnis, auch wenn sie hin und wieder vergessen werden.

Auch wenn das Jahr 2020 bisher weitaus weniger trocken und heiß war, können wir von keiner Entwarnung sprechen. Die kritische Zeit beginnt erst noch, nämlich dann, wenn die Talsperren nach und nach runtergefahren werden, weil zu wenig Wasser von oben kommt und der Grundwasserstand sehr niedrig ist. Für uns bedeutet das weiterhin bangen, ob die Fische in unseren Angelgewässern dieses Jahr bis zum Herbst gut durchkommen. Wenn die Tage kürzer werden und das Wasser sehr warm ist, bildet sich gerade in eutrophen Stauanlagen, bspw. Talsperren oder in einigen eutrophen Tagebaurestgewässern, eine ausgeprägte sauerstoffarme Zone im Tiefenwasser. Ist die noch sauerstoffführende Wasserschicht in den oberen Wasserschichten dazu noch sehr warm, bindet sie weniger Sauerstoff als kaltes Wasser. Für den vorhandenen Fischbestand ist die sauerstoffführende Schicht dann schnell nicht mehr groß genug und dann kommt es zu einem Fischsterben. Dies passiert in der Regel in den frühen Morgenstunden, wenn die Sauerstoffzehrung durch Zersetzungsprozesse am Gewässergrund ihr Maximum erreicht. Im Übrigen ist genau das der Hauptgrund, warum ein Teil unserer Verpächter eine verstärkte Fischentnahme, auch von Weißfischen, in den Pachtverträgen verpflichtend fordern.

Genauso wichtig ist es im Sommer, dass die Fließgewässer stets genügend Wasser führen. Da jedoch jene Talsperren mit viel sauerstofflosem Wasser oft mit den Fließgewässern im Direktschluss eingebunden sind, ist es der sprichwörtliche Tanz auf der Rasierklinge, den die Wasserwirtschaft bei der Wasserregulierung leisten muss, um den Fischbestand gleichzeitig im Bach und im stehenden Gewässer nicht zu gefährden. Nicht immer gelingt das ohne Verluste. Wo kein Wasser mehr ist, kann schließlich kein Wasser herkommen, es kann nur umverteilt werden.  Umso wichtiger ist es dann, schnell auf Hilfe der Angler vor Ort zurückgreifen zu können.

Daher bitten wir all unsere Mitgliedsvereine die Informationen auf unsere Website gut im Auge zu behalten und bei Hilferufen unseres Verbandes für etwaige Bergungs- oder Absammelaktionen Mitglieder zu stellen, die uns vor Ort unterstützen können.

Sommerzeit ist Urlaubszeit und leider eben auch die Zeit, in der die Gefahr für ein Fischsterben am größten ist. Werden tote Fische nicht zeitnah nach ihrem Versterben abgelesen, so kommt es infolge der Zersetzungsprozesse zu weiteren Sauerstoffdefiziten und schlimmstenfalls zu einem Totalverlust im Gewässer. Neben den Fischen sind auch die Fischnährtiere betroffen. Ist das der Fall, so dauert es meist mehrere Jahre bis das Gewässer wieder anglerisch attraktiv werden kann.

Kein Angelverbot in Sachsen

Neue Stellungnahme aus dem Ministerium (SMEKUL)

Dresden, 24.03.2020

Derzeit sehen wir uns aufgrund der Corona-Pandemie mit sehr vielen Einschränkungen in nahezu allen Lebensbereichen konfrontiert. Auch das Angeln ist davon nicht ausgenommen. Die sächsischen Anglerverbände werden derzeit oft von Anglern mit der Frage konfrontiert: Dürfen wir angeln gehen?

Wir haben uns bei den Antworten bisher an dem Inhalt der derzeit geltenden Allgemeinverfügung orientiert, in der das Angeln jedoch nicht explizit erwähnt wird. Nun hat sich das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) in Absprache mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) offiziell zum Thema Angeln geäußert. Auf der Internetseite des SMEKUL heißt es demnach:

Aufgrund der Beschränkungen durch die Allgemeinverfügung des SMS vom 22. März 2020, Az.15-5422/10 anlässlich der Corona-Pandemie gilt für das Angeln in Sachsen:

    • Angeln (»Sport und Bewegung an der frischen Luft im Umfeld des Wohnbereiches«) darf ausschließlich alleine und nur an Angelgewässern im Umfeld des Wohnbereiches stattfinden. Dabei müssen auch die Bedingungen des allgemeinen Kontaktverbotes beachtet werden, es muss also von Anfang bis Ende ausschließlich allein oder in Begleitung Lebenspartner/Angehöriger des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung erfolgen.
    • Die zum Angeln notwendigen Berechtigungen (Fischereischein und Erlaubnisschein) müssen mitgeführt werden.

Quelle: Webseite des SMEKUL

Doch was zählt zum “Umfeld des Wohnbereiches“?

Hierzu gibt es keine genauere Aussage. Wir wollen hier auch keine Deutung vornehmen und bitten darum, dass jeder Angler bei der Gewässerwahl mit Vernunft und Augenmaß entscheidet! Wir bitten jeden darum, die Maßgaben ernst zu nehmen. Auch wir Angler sollten die entsprechende Vorsicht walten lassen und die Situation durch Fahrlässigkeit nicht noch verschärfen. Zudem können wir nur durch die Beachtung der Regeln sicherstellen, dass uns das Angeln in diesen Zeiten erhalten bleibt.

Bleibt gesund!

Corona Virus – aktuelle Informationen zum Angeln in Sachsen

Aktuelle Informationen der sächsischen Anglerverbände im Landesverband Sächsischer Angler e. V. zum Angeln in Sachsen

Dresden, den 23.03.2020

Mit Wirkung vom 23.03.2020 ab 00:00 Uhr ist eine neue Allgemeinverfügung über Ausgangsbeschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Diese gilt vorerst bis zum 05.04.2020 um 24:00 Uhr.

Das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund wird ab sofort untersagt.

Unter Punkt 2 dieser Allgemeinverfügung sind die einzelnen triftigen Gründe aufgeführt. Demnach ist es weiterhin erlaubt Sport und Bewegung an der frischen Luft im Umfeld des Wohnbereiches, jedoch ausschließlich alleine oder in Begleitung des Lebenspartners bzw. mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jegliche Gruppenbildung größer als 5 Personen auszuführen- (vgl. Punkt 2.13.). Im Falle von Kontrollen ist der triftige Grund den Betrauten in geeigneter Art und Weise nachzuweisen.

Unter diesen strengen Bedingungen kann aus unserer Sicht im unmittelbaren Umfeld vorerst weiterhin geangelt werden.

Wir weisen jedoch vorsorglich darauf hin, dass jegliche Gefährdung der eigenen Person oder Dritter ausgeschlossen werden muss. Sollte dies nicht gewährleistet sein, so sollte auch das Angeln in der derzeitigen Situation unterbleiben.

Sollte es seitens der Behörden neue oder anderslautende Informationen das Angeln betreffend geben, so informieren wir Euch selbstverständlich weiterhin auf dieser Website.

Die vollständige Allgemeinverfügung vom 22.03.2020 findet ihr hier: https://www.coronavirus.sachsen.de/download/AllgV-Corona-Ausgangsbeschraenkungen_22032020.pdf

Delegiertenversammlung vom 07. März 2020

Wegweisende Beschlüsse für eine solide Zukunft unseres Verbandes gefasst

Am 07. März 2020 fand die diesjährige Delegiertenversammlung des Anglerverbandes „Elbflorenz“ Dresden e. V. statt. 153 Delegierte nahmen die Chance wahr, ihren Verein im höchsten Organ des Verbandes, der Delegiertenversammlung zu vertreten. Diese war von wichtigen Beschlussfassungen für eine solide Zukunft unseres Verbandes geprägt. Schwerpunkte waren die Themen Verbandsfinanzen und Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Zuvor wurden über einen Zeitraum von mehreren Monaten die notwendigen Diskussionen im Verband und in den Vereinen geführt.

Bevor es die Beschlussfassungen behandelt wurden, berichtete Vizepräsident Jürgen Steinert in seinem Rechenschaftsbericht über die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit des Präsidiums, der Geschäftsstelle und unserer Vereine. Den Bericht zur Jahresabrechnung hielt der Geschäftsführer des Verbandes, Angelfreund René Häse. Delegiertenversammlung vom 07. März 2020 weiterlesen

Pressemitteilung – Störfaktor Mensch am Bärwalder See

Störfaktor Mensch – neue Gedanken zum Artenschutz gefährden fischereiliche Nutzung am Bärwalder See

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Derzeit befinden sich zwei Verwaltungsverfahren zur Schiffbarkeit des Bärwalder Sees im Umlauf, die gewaltig für Sprengstoff sorgen. Die von der Landesdirektion Sachsen (LDS) vorgesehene Allgemeinverfügung am Bärwalder See sieht vor, eine zentrale Zone für den Naturschutz einzurichten. De facto ist beabsichtigt, zusätzlich zu den bestehenden Schutzzonen eine zentrale und dauerhafte Schutzzone von 2.000 m (kreisförmig) zu schaffen. Für diese gilt ein komplettes Befahrungsverbot für alle Wasserfahrzeuge. Weiterhin soll der komplette See im Zeitraum vom 01.11. bis 31.03. eines jeden Jahres für alle Wasserfahrzeuge gesperrt werden. Für die verbleibende Zeit gilt ein Nachtfahrverbot (einschließlich Dämmerungszeit). Ausschlaggebend soll laut Anhörungsunterlagen die Einschätzung der zuständigen Naturschutzbehörden auf Grundlage eines Artenschutzgutachtens aus dem Jahr 2018 sein. Pressemitteilung – Störfaktor Mensch am Bärwalder See weiterlesen