Alle Beiträge von Rene Haese

Aktuelle Information zu Bauarbeiten an der Talsperre Bautzen und am Dreiweiberner See

Verlängerung der AVE-Bootsrampe an der Talsperre Bautzen (D01-101)

Wir halten unser Versprechen an unsere Mitglieder und werden den niedrigen Wasserstand an der Talsperre Bautzen nutzen, um unsere Bootsrampe am Südostufer der Talsperre Bautzen zu verlängern. Die notwendigen Vorabstimmungen hierzu sind abgeschlossen, sodass  es endlich losgehen kann. Die Bootsrampe wird innerhalb von 10 Jahren schon das zweite Mal verlängert, da es durch die langanhaltenden und heißen Sommer der letzten Jahre an immer mehr Tagen im Jahr zu Problemen kam, sein Boot vernünftig und sicher slippen zu können. Vom 10.11.2022 bis voraussichtlich 14.11.2022 ist die Nutzung unserer Bootsrampe aufgrund dieser Bauarbeiten an der Bootsrampe leider nicht möglich.

Reparatur der Zufahrt zur Bootseinlassstelle am Dreiweiberner See (D07-136)

Die Gemeinde Lohsa informierte uns über anstehende Bauarbeiten an der Zufahrt zur Slipanlage am Dreiweiberner See. Aufgrund der Regenereignisse war es dort immer wieder zu Ausspülungen gekommen. Folglich beabsichtigt die Gemeinde Lohsa zwei Quergerinne einzubauen und die Befahrbarkeit zu verbessern. Daher kommt es in der Zeit vom 21.11.2022 bis 25.11.2022 zu Einschränkungen in der Nutzbarkeit der Zufahrt zur Slipanlage / Bootsanlegestelle. Die Zufahrt wird  in dieser Zeit nicht nutzbar sein! Der Zeitraum ist auf Grund der Witterung und der Betonabbindezeit erforderlich.

In diesem Zusammenhang möchten wir alle Anglerinnen und Angler darauf hinweisen, dass derartige Informationen stets im Angelatlas Sachsen unter www.angelatlas-sachsen.de beim jeweiligen Gewässer zu finden sind. Informiert Euch daher bitte stets vor Eurem nächsten Angelausflug über mögliche Einschränkungen, damit ihr vermeidbare und unnötige Wege spart.

Am 08.10.2022 können Sie in Bautzen den Profianglerinnen über die Schulter schauen

Hegeangeln an der Talsperre Bautzen

Angeln ist eines langweiligsten Hobbys der Welt!? Die Mitglieder unseres Mitgliedsvereins Specimen Hunting Group rund um unsere weibliche Verstärkung im AVE-Präsidium, Angelfreundin Stefanie Waller, zeigen allen Anglern und Nichtangeln, dass diese These völlig an der Realität vorbeigeht.

An der Talsperre Bautzen werden sie interessieren Anglern und Nichtanglern zeigen, wie man mit raffinierten Methoden und einer Menge Fachwissen zu seinem Zielfisch und um das verwendete Angelgerät so machen Fisch aus dem Wasser ziehen kann. Und da unser Verband ohnehin vertraglich verpflichtet ist, möglichst viele Weißfische aus dem Gewässer zu entnehmen, bietet sich die Talsperre Bautzen bestens dafür an.

Die Anglerinnen und Angler des Vereins werden zeigen, was alles anglerisch möglich ist. Darüber hinaus verdeutlichen sie, dass Angler zum Naturschutz und zum Erhalt der Gewässergüte beitragen, und einen aktiven Beitrag zur Hege leisten.

An den eingerichteten Stationen können alle Besucher ihre Fragen loswerden und den Anglern und Anglerinnen über die Schultern schauen sowie ggf. selbst einmal die Rute in die Hand nehmen, vorausgesetzt, sie haben ihren gültigen Fischereischein und Erlaubnisschein mit.

Faktencheck zur Veranstaltung
Datum: Samstag, 08.10.2022 von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Gewässer: D01-101, Talsperre Bautzen (siehe Lageplan)
Angelstationen
Kopfrute: Astrid Beck
Feeder: Steffi Schmidt
LangLang: Anja Kruse
Weiterhin wird es eine Station Matchrute, Karpfenangeln und Raubfischangeln geben

Wer von unseren Mitgliedern immer schon mal wissen wollte, wie und womit die Profis ihre Fische fangen, dem sei an diesem Tag ein Ausflug an die Talsperre Bautzen dringend empfohlen. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei.

Erklärung der Schiffbarkeit und des Gemeingebrauches am Berzdorfer See – Anglerverband legt Widerspruch ein

Allgemeinverfügungen schränken Fischereirechte unangemessen ein

Das Präsidium des AV „Elbflorenz“ Dresden e.V. (AVE) hat am 09. September 2022 einen einstimmigen Beschluss gefasst, Widerspruch gegen die Allgemeinverfügungen zur Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See einzulegen. Zu groß waren die Einschränkungen, die mit diesen Allgemeinverfügungen einhergingen. Die Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See unter den veröffentlichten Bedingungen könnte der Anfang vom Ende des Angelns sein, wie wir es kennen.

Warum ist das so?

Laut Allgemeinverfügung darf der Berzdorfer See fünf Monate im Jahr überhaupt nicht mit Booten befahren werden. Zudem ist jegliche Bootsbefahrung in den Nachtstunden inkl. der Dämmerung verboten. Demzufolge ist das Angeln vom Boot auch in der Dämmerung und Nacht staatlich nicht zulässig. Darüber hinaus sind große Flächen dauerhaft von jeder Bootsbefahrung ausgenommen. Das Gewässer ist gerade einmal zu 21 % vom Boot aus nutzbar, wenn man alle Flächensperrungen und zeitlichen Einschränkungen zusammenzählt.

Übersicht über die Verbotszonen am Berzdorfer See

Als Begründung für derartige Einschränkungen führen die Landesdirektion Sachsen (LDS) und der Landkreis Görlitz als verfahrensführende Behörden den Arten- und Naturschutz an. Demnach reicht ein einzelnes Boot aus, um eine erhebliche Störung von besonders geschützten Vogelarten zu rechtfertigen. Dabei geht es nicht darum, ob das Boot tatsächlich ein Individuum oder einen ganzen Bestand vernichtet. Nein, es reicht aus, wenn nicht sicher ausgeschlossen werden kann, ob es das könnte. Deshalb unterbindet man lieber gleich den Großteil der Bootsnutzung. Gerechtfertigt werden Einschränkungen mit EU-Vorgaben und höchstrichterlichen Urteilen. Hier kann man nur sagen, armes Deutschland! Wir sind offensichtlich in Sachsen nicht mehr in der Lage, selbst zu denken und zeigen mit dem Finger auf Brüssel und die Gerichte, deren Richter nur das umsetzen müssen, was die Legislative vorgibt. Der gesamte Strukturwandel in der Lausitz und im mitteldeutschen Raum wird mit einer solchen Behördensichtweise in Frage gestellt.

Das Novum in den Verwaltungsverfahren am Berzdorfer See und die eigentliche Brisanz liegen darin, dass der Angelfischerei durch das grüne sächsische Umweltministerium die Mitwirkung an der Hege abgesprochen wurde. Die Landesdirektion Sachsen und der Landkreis Görlitz haben diese Argumentation offensichtlich dankbar aufgegriffen, um gleich einmal das ganze Sächsische Fischereigesetz und unsere Gemeinwohlleistungen als Angler ad absurdum zu führen. Das Angeln ist neuerdings auf dem Papier nicht mehr als nur ein Freizeitsport. Ein Hegebeitrag der Angelfischerei wird nicht anerkannt. Der Fischfang mit der Handangel durch Erlaubnisscheininhaber, also unseren knapp 50.000 Mitgliedern, wird nicht mehr als fischereiliche Maßnahme akzeptiert.

Daher haben die Verwaltungsverfahren am Berzdorfer See Referenzcharakter für alle weiteren Gewässer in Sachsen.

Sie haben Interesse an mehr Hintergrundinformationen? Dann lesen Sie die beigefügten Anlagen.

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Anlagen:

Die Allgemeinverfügungen im Fokus

Strukturwandel in Gefahr – Grundsatzproblematik

 

 

 

Schiff ahoi und gute Fahrt auf dem Berzdorfer See – aber nicht so!

Gemeinsame Information des Landesverbandes Sächsischer Angler e. V. und des Anglerverbandes „Elbflorenz“ Dresden e. V. vom 26.08.2022

Dresden, 26.08.2022

Am 25.08.2022 verkündete die Landesdirektion Sachsen die Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See. Die Inhalte der veröffentlichten Allgemeinverfügungen sind ein herber Schlag ins Kontor der organisieren Anglerschaft und sicher auch nicht im Sinne anderer Wassernutzer am Berzdorfer See. Wir sind enttäuscht!

Aus aktuellem Anlass haben wir gemeinsam mit dem Landesverband Sächsischer Angler e. V. eine gemeinsame Information veröffentlicht. Diese finden Sie hier:

GEMEINSAME INFORMATION ZUM BERZDORFER SEE

 

Bärwalder See – Slippen von Jetskis über die Anglerslipanlage verboten!

Die beiden mit dem LVSA-Schließsystem versehenen Slipanlagen für Angler in Klitten und Merzdorf sind auschließlich zum Slippen von Anglerbooten gedacht. Die Gemeinde Boxberg hat uns informiert, dass am Ufer Merzdorf auch Jetskis eingesetzt wurden. Das ist verboten!

Wir weisen darauf hin, dass der Missbrauch unseres Verbandsschließsystems zum Entzug des Schlüssels führen kann und Verstöße durch die Wasserschutzpolizei und die Verbandsgewässeraufsicht geahndet werden.

Hitze und Trockenheit nehmen zu – was tun bei Fischsterben?

Dresden, 23.06.2022

Große Trockenheit seit Mai, ganztags Sonne und Temperaturen von über 30 Grad  – die Bedingungen für austrocknende Gewässer, Sauerstoffmangel und tote Fische nehmen von Tag zu Tag zu. Wenn die Nächte nun jeden Tag wieder etwas länger werden, steigt das Risiko eines Fischsterbens, besonders in den frühen Morgenstunden. Doch was ist zu tun und wo wende ich mich hin, wenn es ernst wird? In erster Linie ist eine schnelle Information und die Beantwortung der W-Fragen (wer, wann, wie, wo, was, wieviele) und die Übermittlung von Fotos an unseren Verband immer richtig. Doch auch wir sind nicht 24 Stunden verfügbar.

Nachfolgende Meldekette soll Anglern und Vereinen dabei helfen, die richtigen Schritte einzuleiten:

Weiterhin hat der Sächsische Fischgesundheitsdienst die wichtigsten Informationen auf einem Merkblatt zusammengestellt.

Merkblatt TSK Fischsterben 2020