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EINGESCHRÄNKTE ERREICHBARKEIT DER AVE-GESCHÄFTSTELLE VOM 10. – 12.05.2021

Baumaßnahme in der AVE-Geschäftsstelle

Liebe Angelfreunde,

vom 10. bis 12.05.2021 finden in unserer Geschäftsstelle Baumaßnahmen statt. Bitte beachten Sie, dass eine persönliche Über- oder Ausgabe von Materialien an diesen 3 Tagen nicht erfolgen kann!

Die AVE-Geschäftsstelle ist am 10.05.2021 komplett geschlossen. Wir bitten um Verständnis, dass wir an diesem Tag auch telefonisch nicht erreichbar sind.

Am 11. und 12.05.2021 sind unserer Mitarbeiter wieder im Hause, jedoch kann es Einschränkungen bei der Erreichbarkeit geben. Per E-Mail sind wir an allen drei Tagen über die Mailadressen der jeweiligen Mitarbeiter erreichbar  https://www.anglerverband-sachsen.de/wir-ueber-uns/geschaeftsstelle/

Wir bitten um Verständnis und wünschen Ihnen Allen beste Gesundheit sowie Petri Heil!

Ihre Mitarbeiter der AVE-Geschäftsstelle

Individuelles Nachtangeln zwischen 0 Uhr und 5 Uhr derzeit nicht gestattet

27.04.2021/ Sächsisches Ministerium äußert sich zum Nachtangeln

Seit dem 24.04.2021 gelten die Regelungen der bundesweit beschlossenen Corona-Notbremse. Damit verbunden ist eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in der Zeit zwischen 22:00 und 05:00 Uhr. Der Landesverband Sächsischer Angler e. V. hat bereits in der Entstehungsphase des Gesetzesentwurfes eine Anfrage an das zuständige Ministerium gestellt, ob das individuelle Angeln unter Einhaltung aller Hygienevorschriften als triftiger Grund zum nächtlichen Verlassen der Wohnung in Sachsen anerkannt wird.

Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) hat nun eine offizielle Antwort formuliert.

Im Originalwortlaut heißt es seitens des Ministeriums:
Die Zulässigkeit des individuellen Nachtangelns trotz Ausgangssperre analog der Jagdausübung haben wir geprüft. Da die Jagd nach § 28b Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f Infektionsschutzgesetz wegen der Seuchengefahr der Afrikanischen Schweinepest sowie der Wildschadensverhütung und nur unter diesen Gesichtspunkten eine Ausnahme vom nächtlichen Ausgehverbot bilden kann, ist eine Gleichsetzung mit dem Nachtangeln nicht gegeben.

Es müssen die Regelungen des allgemeinen Kontaktverbotes eingehalten werden, insbesondere der Mindestabstand zu anderen Personen sowie die weiteren Maßnahmen zur Ansteckungsvermeidung.

Das Angeln darf nur von Anfang bis Ende allein oder in Begleitung von Lebenspartner/Angehörigen des eigenen Hausstandes und/oder eines Angehörigen eines weiteren Hausstandes erfolgen.
Die zum Angeln notwendigen Berechtigungen (Fischereischein und Erlaubnisschein) müssen mitgeführt werden.

Seit dem 24. April 2021 besteht nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz ab einer wöchentlichen Inzidenz von 100 Covid19-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr. Da jedoch der Aufenthalt im Freien zwischen 22 Uhr und 0 Uhr zur allein ausgeübten körperlichen Bewegung zulässig ist, gilt lediglich zwischen 0 Uhr und 5 Uhr ein Nachtangelverbot.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Hin- und Rückfahrt zum bzw. vom Angelgewässer mit Kraftfahrzeugen oder Öffentlichen Verkehrsmitteln keine körperliche Bewegung im Freien darstellt und daher in der Zeit von 22 Uhr bis 5 Uhr nicht erlaubt ist.

Aussage des Ministeriums stößt bei Anglerverbänden auf Unverständnis

Die Vertreter des Landesanglerverbandes und der Anglerverbände können die Entscheidung aus dem Ministerium nicht nachvollziehen. Zunächst ist das Nachtangeln einer von vielen wichtigen Bestandteilen der fischereilichen Hege, denn das gezielte Beangeln bestimmter Fischarten ist zuweilen nur in der Nacht sinnvoll.

Weiterhin erscheint es wenig plausibel, Aktivitäten unter freiem Himmel zu unterbinden, obwohl diese nachweislich für die Eindämmung des Infektionsgeschehens zuträglich sind.

Stellt der Angler, der sich nachts allein am Gewässer aufhält, tatsächlich ein solches Risiko dar? Warum erkennt man das Nachtangeln nicht als eine sinnvolle Maßnahme, sich der Ausbreitung des Virus ein Stück weit entgegenzustellen?

Der Landesverband Sächsischer Angler e. V. wird nach dieser Stellungnahme erneut den Dialog mit dem Ministerium suchen und seine Standpunkte übermitteln. Zudem ist eine Aussage über die Befugnisse der Verbandsgewässeraufsicht erforderlich. Es ist unerlässlich, dass die Verbandsgewässeraufsicht“ auch nachts Kontrollen durchführen kann. Eine Anfrage diesbezüglich wurde bereits gestellt.

Hinweis
Solange es jedoch keine andere offizielle Aussage gibt, wird empfohlen, sich an die Regelungen zu halten.

Anlagen

Nachtangeln ja/nein – bundesweite Corona Notbremse beschlossen

Auswirkungen auch auf das Angeln in Sachsen möglich

Seit heute, dem 23.04.2021, tritt eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes in Kraft.

Mehr Informationen finden Sie HIER

Beschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen eine Inzidenz von 100, gelten dort ab dem übernächsten Tag zusätzliche, im Gesetz nun bundeseinheitlich festgeschriebene Maßnahmen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt betrifft dies alle Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen.

Damit verbunden ist eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in der Zeit zwischen 22:00 und 05:00 Uhr. Bis 24:00 Uhr ist es weiterhin möglich, alleine draußen zu joggen oder spazieren zu gehen. Es gibt lediglich wenige Ausnahmen, die von der Augangssperre nicht betroffen sind.

Der Landesverband Sächsischer Angler e. V. hat bereits nach der Entstehung des Gesetzesentwurfes eine begründete Anfrage an das Ministerium gestellt, ob das individuelle Angeln zu Zeiten der Ausgangssperre unter Einhaltung aller Hygienevorschriften als triftger Grund zum nächtlichen Verlassen der Wohnung in Sachsen anerkannt wird. Leider gibt es darauf noch keine abschließende Antwort des Ministeriums. Diese Anfrage wurde seitens des Landesverbandes nach Beschluss des Gesetzes am gestrigen Tage nochmals erneuert.

Sobald unserem Landesverband eine Antwort des Ministeriums dazu eingeht, wird eine Information darüber auf unserer Website erfolgen. Wir bitten um Verständnis, dass unser Verband keine Aussage über die rechtliche Auslegung von Gesetzen und Verordnungen um das Thema Corona machen kann.

Fragen zum Thema Corona bitten wir an die zuständige Corona-Hotline zu richten: 0800 100 0214

Wichtige Telefonnummern zum Thema Corona: https://www.coronavirus.sachsen.de/wichtige-telefonnummern-4149.html

 

 

Fischereischeinprüfung für Jugendfischereischeininhaber möglich

21.04.2021

Im Moment ist noch nicht klar, ab wann wieder Vorbereitungslehrgänge zur Fischereischeinprüfung durchgeführt werden können. Insbesondere sind davon auch Kinder und Jugendliche betroffen, die in diesem Jahr 16 Jahre alt werden und damit dann mit ihrem Jugendfischereischein nicht mehr angeln dürfen. Der Landesverband Sächsischer Angler e. V. hat beim zuständigen Ministerium angefragt, ob die Gültigkeit der Jugendfischereischeine in diesem Fall über den 16. Geburtstag hinaus verlängert werden kann. Unsere Anfrage wurde mit der Begründung abgelehnt, dass Jugendfischereischeininhaber bei Nachweis einer zweijährigen Mitgliedschaft in einem Angelverein auch ohne Vorbereitungslehrgang eine Prüfungszulassung bekommen können. D. h. alle Jugendliche mit Nachweis einer zweijährigen Mitgliedschaft in einem Verein können sich nach ihrem 14. Geburtstag und bis vor dem 16. Geburtstag zur Prüfung anmelden. Nach dem 16. Geburtstag ist eine Anmeldung dann nicht mehr möglich. Die Anmeldung erfolgt im Zuständigkeitsbereich der Anglerverbände in Dresden, Leipzig und Neukirchen.

Folgende Unterlagen werden benötigt:
– Kopie Mitgliedsbuch Verein (Beitragsnachweis 2019, 2020 und 2021)
– Kopie gültiger Jugendfischereischein
– Kopie Personaldokument
– ausgefüllter Antrag Ersterwerb Fischereischein (siehe weiterführende Informationen)
– farbiges, aktuelles Passbild

Prüfungen bei der DEKRA finden derzeit statt. Ein erfolgreicher Prüfungsabschluss ist mit Unterstützung des Vereins, intensivem Selbststudium und der im Netz verfügbaren Probeprüfung mit viel Fleiß möglich.

Ansprechpartner Anglerverbände:

Anglerverband „Elbflorenz“ Dresden e. V. – Frau Stilec (Tel. 0351-438 784 90)

weiterführende Informationen 

Auftragsbefischung an der Talsperre Bautzen im Rahmen des neuen Fischereipachtvertrages

In den kommenden Tagen und Wochen sind an der Talsperre Bautzen Auftragsbefischungen durch die AVD Angel-Service GmbH vorgesehen. Diese Befischungen mittels berufsfischereilicher Fangmethoden sind verpflichtender Bestandteil des neu geschlossenen Fischereipachtvertrages mit dem Freistaat Sachsen. Sie dienen der Erfüllung der Hegeverpflichtung, insbesondere der Weißfischentnahme. Die Fanggeräte werden entsprechend der SächsFischVO gekennzeichnet. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand von 50 m von den Fanggeräten ist bei Befahrungen einzuhalten. Zukünftig wird es solche Befischungen immer mal wieder an der Talsperre Bautzen geben.

Hintergrund:

Dem Anglerverband „Elbflorenz“ Dresden e. V. ist es nach längeren und teils sehr komplexen Verhandlungsrunden gelungen einen langfristigen Fischereipachtvertrag ab 01.01.2021 für die Talsperre Bautzen abzuschließen. In diesem Vertrag wurde ein adaptives fischereiliches Management (vgl. http://besatz-fisch.de/content/view/84/81/lang,german/#AM)  sowie die Weißfischentnahme von mindestens 3-6 Tonnen pro Jahr festgeschrieben. Diese hohe Entnahme ist nur mittels berufsfischereilicher Methoden zu realisieren. Detaillierte Informationen zum neuen Vertrag haben unsere Mitgliedsvereine bereits mit dem März-Rundschreiben erhalten. Wir bitten auch um Beachtung des geplanten Artikels zum Thema in der Verbandszeitschrift Fischer und Angler / Ausgabe Juni 2021. Auch eine Informationsveranstaltung wird geplant, sobald es die Pandemielage zulässt wieder Veranstaltungen durchzuführen.

Rutschung am Knappensee am 11. März 2021

Uferböschung auf einer Breite von 400 bis 500 Metern abgerutscht

Am 11. März 2021 ereignete sich am Knappensee in Ostsachsen während der Sanierungsarbeiten an der Ostböschung zwischen Koblenz und der Siedlung Knappenhütte ein Setzungsfließereignis.

Die Uferböschung floss auf einer Breite von 400-500 Metern in den See und entwickelte sich dabei bis zu 200 Meter in das Hinterland, sodass sich ein Rutschungskessel ausbildete. Der Wald auf der Kippenfläche rutschte dabei mit in den See.

Quelle: Medieninformation des Freitstaates Sachsen / Sächsisches Oberbergamt

MEHR INFORMATIONEN

Hintergrund:
Der Knappensee war bereits zu DDR-Zeiten eines der beliebtesten Angelgewässer unseres Verbandes. Für viele Vereine war der Knappensee eine ganz eigene Heimat in unserer Heimat geworden.
Seit 2014 ist der Knappensee nicht mehr beangelbar. Infolge einer Rutschung am Concordiasee in Nachterstedt/Sachsen-Anhalt im Jahr 2009, bei denen drei Menschen in die Tiefe gerissen wurden, war auch an den bestehenden Bergbaufolgeseen in der sächsischen Lausitz nichts mehr wie es war. In den Folgejahren erfolgten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den Angelgewässern Knappensee und Silbersee Lohsa. Großteile der umliegenden Flächen und die Gewässer selbst wurden für jegliche Nutzung gesperrt.
Es erfolgte eine beispiellose Sanierung in der sächsischen Lausitz, um zu vermeiden, dass sich die Ereignisse am Concordiasee wiederholen. Das bedeutete aber gleichzeitig auch die Entbehrungen vieler Menschen vor Ort, die ein Stück Heimat für viele Jahre nicht mehr nutzen konnten. Viele unserer Anglervereine und Angler gehören dazu.
Ein kleiner Teil im Südbereich des Silbersees in Friedersdorf/Lohsa ist seit einigen Jahren vom Ufer aus wieder nutzbar. Eine Nutzung des Knappensees, und damit auch das Angeln, rückte nach letzten Erkenntnissen ab der Saison 2022 wieder in greifbare Nähe.
Wie es nach der Rutschung am Knappensee weitergeht, darüber kann derzeit nur spekuliert werden. In den kommenden Wochen und Monaten werden erst Untersuchungen zeigen, wie groß der Einfluss der Rutschung auf die Nutzbarkeit und auf den bisherigen Zeitplan wirklich ist. Unser Verband ist froh darüber, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Auch wenn der Sachschaden und der ideelle Schaden für viele Menschen vor Ort hoch ist, zeigen wir uns dankbar darüber, dass die Rutschung nicht nach der Freigabe des Sees erfolgte.