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Erklärung der Schiffbarkeit und des Gemeingebrauches am Berzdorfer See – Anglerverband legt Widerspruch ein

Allgemeinverfügungen schränken Fischereirechte unangemessen ein

Das Präsidium des AV „Elbflorenz“ Dresden e.V. (AVE) hat am 09. September 2022 einen einstimmigen Beschluss gefasst, Widerspruch gegen die Allgemeinverfügungen zur Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See einzulegen. Zu groß waren die Einschränkungen, die mit diesen Allgemeinverfügungen einhergingen. Die Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See unter den veröffentlichten Bedingungen könnte der Anfang vom Ende des Angelns sein, wie wir es kennen.

Warum ist das so?

Laut Allgemeinverfügung darf der Berzdorfer See fünf Monate im Jahr überhaupt nicht mit Booten befahren werden. Zudem ist jegliche Bootsbefahrung in den Nachtstunden inkl. der Dämmerung verboten. Demzufolge ist das Angeln vom Boot auch in der Dämmerung und Nacht staatlich nicht zulässig. Darüber hinaus sind große Flächen dauerhaft von jeder Bootsbefahrung ausgenommen. Das Gewässer ist gerade einmal zu 21 % vom Boot aus nutzbar, wenn man alle Flächensperrungen und zeitlichen Einschränkungen zusammenzählt.

Übersicht über die Verbotszonen am Berzdorfer See

Als Begründung für derartige Einschränkungen führen die Landesdirektion Sachsen (LDS) und der Landkreis Görlitz als verfahrensführende Behörden den Arten- und Naturschutz an. Demnach reicht ein einzelnes Boot aus, um eine erhebliche Störung von besonders geschützten Vogelarten zu rechtfertigen. Dabei geht es nicht darum, ob das Boot tatsächlich ein Individuum oder einen ganzen Bestand vernichtet. Nein, es reicht aus, wenn nicht sicher ausgeschlossen werden kann, ob es das könnte. Deshalb unterbindet man lieber gleich den Großteil der Bootsnutzung. Gerechtfertigt werden Einschränkungen mit EU-Vorgaben und höchstrichterlichen Urteilen. Hier kann man nur sagen, armes Deutschland! Wir sind offensichtlich in Sachsen nicht mehr in der Lage, selbst zu denken und zeigen mit dem Finger auf Brüssel und die Gerichte, deren Richter nur das umsetzen müssen, was die Legislative vorgibt. Der gesamte Strukturwandel in der Lausitz und im mitteldeutschen Raum wird mit einer solchen Behördensichtweise in Frage gestellt.

Das Novum in den Verwaltungsverfahren am Berzdorfer See und die eigentliche Brisanz liegen darin, dass der Angelfischerei durch das grüne sächsische Umweltministerium die Mitwirkung an der Hege abgesprochen wurde. Die Landesdirektion Sachsen und der Landkreis Görlitz haben diese Argumentation offensichtlich dankbar aufgegriffen, um gleich einmal das ganze Sächsische Fischereigesetz und unsere Gemeinwohlleistungen als Angler ad absurdum zu führen. Das Angeln ist neuerdings auf dem Papier nicht mehr als nur ein Freizeitsport. Ein Hegebeitrag der Angelfischerei wird nicht anerkannt. Der Fischfang mit der Handangel durch Erlaubnisscheininhaber, also unseren knapp 50.000 Mitgliedern, wird nicht mehr als fischereiliche Maßnahme akzeptiert.

Daher haben die Verwaltungsverfahren am Berzdorfer See Referenzcharakter für alle weiteren Gewässer in Sachsen.

Sie haben Interesse an mehr Hintergrundinformationen? Dann lesen Sie die beigefügten Anlagen.

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Anlagen:

Die Allgemeinverfügungen im Fokus

Strukturwandel in Gefahr – Grundsatzproblematik

 

 

 

Schiff ahoi und gute Fahrt auf dem Berzdorfer See – aber nicht so!

Gemeinsame Information des Landesverbandes Sächsischer Angler e. V. und des Anglerverbandes „Elbflorenz“ Dresden e. V. vom 26.08.2022

Dresden, 26.08.2022

Am 25.08.2022 verkündete die Landesdirektion Sachsen die Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See. Die Inhalte der veröffentlichten Allgemeinverfügungen sind ein herber Schlag ins Kontor der organisieren Anglerschaft und sicher auch nicht im Sinne anderer Wassernutzer am Berzdorfer See. Wir sind enttäuscht!

Aus aktuellem Anlass haben wir gemeinsam mit dem Landesverband Sächsischer Angler e. V. eine gemeinsame Information veröffentlicht. Diese finden Sie hier:

GEMEINSAME INFORMATION ZUM BERZDORFER SEE

 

Bootsangeln am Bärwalder See – ab 01. Juni 2019 möglich

Freigabe erfolgt ab 01.06.2019

Liebe Angelfreundinnen und Angelfreunde,

das lange Warten hat ein Ende! Wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass ab 01.06.2019 am Bärwalder See vom Boot aus geangelt werden darf.

Die Bedingungen für das Bootsangeln am Bärwalder See sind im Downloadbereich abrufbar. Die derzeitige Lösung basiert auf unserer vorhandenen wasserrechtlichen Genehmigung bei der Landesdirektion Sachsen (siehe Downloadbereich auf dieser Website) und einer geschlossenen Vereinbarung zwischen der Gemeinde Boxberg/O.L., dem Landkreis Görlitz und unserem Verband.

Update 01/2020: Die Befristung bis zum 31.12.2019 wurde aufgehoben. Bis auf Widerruf durch unseren Verband gilt diese Regelung auch ab dem Jahr 2020 weiter!

Das baurechtliche Verfahren zur Entwicklung eigener Flächen für eine Bootseinlassstelle, Anglerparkplätze und Landliegeplätze für Anglerboote ist noch nicht abgeschlossen und wird unsererseits weiter verfolgt. Das Verfahren gestaltet sich weiterhin als sehr schwierig. Daher müssen wir auf die gegebenen Möglichkeiten zurückgreifen und haben einen Kompromiss geschlossen, der das Bootsangeln überhaupt ermöglicht. Besonders am Herzen liegt uns, dass die veröffentlichten Bedingungen zum Bootsangeln und die Bestimmungen unserer wasserrechtlichen Genehmigung durch alle Angler eingehalten werden. Nur so können wir die vorhandene Lösung auch im Sinne aller Angler weiter entwickeln und gute Bedingungen schaffen. Vor Ort ist auch eine entsprechende Beschilderung aufgestellt.

Angler dürfen nur mit Booten bis 7 m Länge den See befahren. Eine Motorisierung ist bis maximal 15 PS erlaubt. Von Booten mit einer Motorisierung von mehr als 15 PS darf nicht geangelt werden, auch nicht, wenn sie am Hafen Klitten einslippen! An den beiden Zugangsstellen wird das LVSA-Schließsystem eingebaut.

 

Hinweis zum Bootsangeln am Bärwalder See

Slippen im Hafen – Marina Klitten

Die mit dem LVSA-Schließsystem ausgerüsteten Feuerlöschwasserentnahmestellen Klitten und Merzdorf können ganztägig und ohne Gebühr durch Mitglieder im LV Sächsischer Angler e. V. unter den veröffentlichten Bedingungen genutzt werden. Nichtmitglieder im LVSA und Gastangler können zum Ein- und Ausslippen ihrer Boote die Slipanlage im Hafen Klitten benutzen. Diese Nutzung ist allerdings gebührenpflichtig und nur zu den Öffnungszeiten oder nach Rücksprache mit dem Hafenmeister (Tel. 015773541401) möglich. Die Anlandungsrampen in Klitten und Boxberg für das Fahrgastschiff dienen nicht dem Ein- und Auslassen der Wasserfahrzeuge der Anglerrinnen und Angler. Nähere Informationen zur Marina Klitten finden Sie hier: https://www.lausitzerseenland.de/de/erleben/wasser/marinas-liegeplaetze/artikel-marina-klitten-am-baerwalder-see.html