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Am 08.10.2022 können Sie in Bautzen den Profianglerinnen über die Schulter schauen

Hegeangeln an der Talsperre Bautzen

Angeln ist eines langweiligsten Hobbys der Welt!? Die Mitglieder unseres Mitgliedsvereins Specimen Hunting Group rund um unsere weibliche Verstärkung im AVE-Präsidium, Angelfreundin Stefanie Waller, zeigen allen Anglern und Nichtangeln, dass diese These völlig an der Realität vorbeigeht.

An der Talsperre Bautzen werden sie interessieren Anglern und Nichtanglern zeigen, wie man mit raffinierten Methoden und einer Menge Fachwissen zu seinem Zielfisch und um das verwendete Angelgerät so machen Fisch aus dem Wasser ziehen kann. Und da unser Verband ohnehin vertraglich verpflichtet ist, möglichst viele Weißfische aus dem Gewässer zu entnehmen, bietet sich die Talsperre Bautzen bestens dafür an.

Die Anglerinnen und Angler des Vereins werden zeigen, was alles anglerisch möglich ist. Darüber hinaus verdeutlichen sie, dass Angler zum Naturschutz und zum Erhalt der Gewässergüte beitragen, und einen aktiven Beitrag zur Hege leisten.

An den eingerichteten Stationen können alle Besucher ihre Fragen loswerden und den Anglern und Anglerinnen über die Schultern schauen sowie ggf. selbst einmal die Rute in die Hand nehmen, vorausgesetzt, sie haben ihren gültigen Fischereischein und Erlaubnisschein mit.

Faktencheck zur Veranstaltung
Datum: Samstag, 08.10.2022 von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Gewässer: D01-101, Talsperre Bautzen (siehe Lageplan)
Angelstationen
Kopfrute: Astrid Beck
Feeder: Steffi Schmidt
LangLang: Anja Kruse
Weiterhin wird es eine Station Matchrute, Karpfenangeln und Raubfischangeln geben

Wer von unseren Mitgliedern immer schon mal wissen wollte, wie und womit die Profis ihre Fische fangen, dem sei an diesem Tag ein Ausflug an die Talsperre Bautzen dringend empfohlen. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei.

Dringender Hilfeaufruf an alle Angler in der Nähe von Bautzen

Rettet die Muscheln an der Vorsperre Neumalsitz (Talsperre Bautzen)  

Dresden, den 23.09.2022

In der Geschäftsstelle ist soeben ein Hilfeaufruf eingegangen. Die im Ort Neumalsitz befindliche Vorsperre Neumalsitz wurde aufgrund anstehender Sanierungsarbeiten abgelassen. Die Vorsperre gehört zum Fischereirecht des Anglerverbandes „Elbflorenz“ Dresden e. V. für die Talsperre Bautzen.

Beim Ablassen sind unzählige Muscheln zum Vorschein gekommen, die es abzulesen und in die benachbarte Talsperre Bautzen umzusetzen gilt. Anderenfalls sterben diese Muscheln binnen kurzer Zeit. Die zuständige Naturschutzbehörde bat uns beim Ablesen mitzuhelfen.

Hierfür rufen wir jeden Angler, der kurzfristig Zeit hat auf, sich daran zu beteiligen. Wenn ihr aus der Nähe seid oder in den nächsten Tagen die Möglichkeit habt, beim Ablesen mitzuhelfen, wäre allen geholfen. Hierzu benötigt ihr einen oder mehrere Eimer, hohe Stiefel bzw. Watstiefel oder Wathosen. Die Naturschutzbehörde bat noch darum, die Anzahl der umgesetzten Muscheln zu übermitteln. Dazu wäre es sehr sinnvoll, wenn ihr die vollen Eimer Muscheln zählt, die in die Hauptsperre umgesetzt werden und uns über info@anglerverband-sachsen.de diese Anzahl meldet. Vor Ort ist zeitweise auch jemand von der Behörde oder von der naturschutzfachlichen Betreuung, der Euch einweist.

Im Namen des Verbandes bedanke wir uns bei allen Helfern und hoffen mit diesem Aufruf auf eine große Unterstützung!

Erklärung der Schiffbarkeit und des Gemeingebrauches am Berzdorfer See – Anglerverband legt Widerspruch ein

Allgemeinverfügungen schränken Fischereirechte unangemessen ein

Das Präsidium des AV „Elbflorenz“ Dresden e.V. (AVE) hat am 09. September 2022 einen einstimmigen Beschluss gefasst, Widerspruch gegen die Allgemeinverfügungen zur Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See einzulegen. Zu groß waren die Einschränkungen, die mit diesen Allgemeinverfügungen einhergingen. Die Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See unter den veröffentlichten Bedingungen könnte der Anfang vom Ende des Angelns sein, wie wir es kennen.

Warum ist das so?

Laut Allgemeinverfügung darf der Berzdorfer See fünf Monate im Jahr überhaupt nicht mit Booten befahren werden. Zudem ist jegliche Bootsbefahrung in den Nachtstunden inkl. der Dämmerung verboten. Demzufolge ist das Angeln vom Boot auch in der Dämmerung und Nacht staatlich nicht zulässig. Darüber hinaus sind große Flächen dauerhaft von jeder Bootsbefahrung ausgenommen. Das Gewässer ist gerade einmal zu 21 % vom Boot aus nutzbar, wenn man alle Flächensperrungen und zeitlichen Einschränkungen zusammenzählt.

Übersicht über die Verbotszonen am Berzdorfer See

Als Begründung für derartige Einschränkungen führen die Landesdirektion Sachsen (LDS) und der Landkreis Görlitz als verfahrensführende Behörden den Arten- und Naturschutz an. Demnach reicht ein einzelnes Boot aus, um eine erhebliche Störung von besonders geschützten Vogelarten zu rechtfertigen. Dabei geht es nicht darum, ob das Boot tatsächlich ein Individuum oder einen ganzen Bestand vernichtet. Nein, es reicht aus, wenn nicht sicher ausgeschlossen werden kann, ob es das könnte. Deshalb unterbindet man lieber gleich den Großteil der Bootsnutzung. Gerechtfertigt werden Einschränkungen mit EU-Vorgaben und höchstrichterlichen Urteilen. Hier kann man nur sagen, armes Deutschland! Wir sind offensichtlich in Sachsen nicht mehr in der Lage, selbst zu denken und zeigen mit dem Finger auf Brüssel und die Gerichte, deren Richter nur das umsetzen müssen, was die Legislative vorgibt. Der gesamte Strukturwandel in der Lausitz und im mitteldeutschen Raum wird mit einer solchen Behördensichtweise in Frage gestellt.

Das Novum in den Verwaltungsverfahren am Berzdorfer See und die eigentliche Brisanz liegen darin, dass der Angelfischerei durch das grüne sächsische Umweltministerium die Mitwirkung an der Hege abgesprochen wurde. Die Landesdirektion Sachsen und der Landkreis Görlitz haben diese Argumentation offensichtlich dankbar aufgegriffen, um gleich einmal das ganze Sächsische Fischereigesetz und unsere Gemeinwohlleistungen als Angler ad absurdum zu führen. Das Angeln ist neuerdings auf dem Papier nicht mehr als nur ein Freizeitsport. Ein Hegebeitrag der Angelfischerei wird nicht anerkannt. Der Fischfang mit der Handangel durch Erlaubnisscheininhaber, also unseren knapp 50.000 Mitgliedern, wird nicht mehr als fischereiliche Maßnahme akzeptiert.

Daher haben die Verwaltungsverfahren am Berzdorfer See Referenzcharakter für alle weiteren Gewässer in Sachsen.

Sie haben Interesse an mehr Hintergrundinformationen? Dann lesen Sie die beigefügten Anlagen.

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Anlagen:

Die Allgemeinverfügungen im Fokus

Strukturwandel in Gefahr – Grundsatzproblematik

 

 

 

Schiff ahoi und gute Fahrt auf dem Berzdorfer See – aber nicht so!

Gemeinsame Information des Landesverbandes Sächsischer Angler e. V. und des Anglerverbandes „Elbflorenz“ Dresden e. V. vom 26.08.2022

Dresden, 26.08.2022

Am 25.08.2022 verkündete die Landesdirektion Sachsen die Erklärung der Schiffbarkeit am Berzdorfer See. Die Inhalte der veröffentlichten Allgemeinverfügungen sind ein herber Schlag ins Kontor der organisieren Anglerschaft und sicher auch nicht im Sinne anderer Wassernutzer am Berzdorfer See. Wir sind enttäuscht!

Aus aktuellem Anlass haben wir gemeinsam mit dem Landesverband Sächsischer Angler e. V. eine gemeinsame Information veröffentlicht. Diese finden Sie hier:

GEMEINSAME INFORMATION ZUM BERZDORFER SEE

 

Bärwalder See – Slippen von Jetskis über die Anglerslipanlage verboten!

Die beiden mit dem LVSA-Schließsystem versehenen Slipanlagen für Angler in Klitten und Merzdorf sind auschließlich zum Slippen von Anglerbooten gedacht. Die Gemeinde Boxberg hat uns informiert, dass am Ufer Merzdorf auch Jetskis eingesetzt wurden. Das ist verboten!

Wir weisen darauf hin, dass der Missbrauch unseres Verbandsschließsystems zum Entzug des Schlüssels führen kann und Verstöße durch die Wasserschutzpolizei und die Verbandsgewässeraufsicht geahndet werden.

Hitze und Trockenheit nehmen zu – was tun bei Fischsterben?

Dresden, 23.06.2022

Große Trockenheit seit Mai, ganztags Sonne und Temperaturen von über 30 Grad  – die Bedingungen für austrocknende Gewässer, Sauerstoffmangel und tote Fische nehmen von Tag zu Tag zu. Wenn die Nächte nun jeden Tag wieder etwas länger werden, steigt das Risiko eines Fischsterbens, besonders in den frühen Morgenstunden. Doch was ist zu tun und wo wende ich mich hin, wenn es ernst wird? In erster Linie ist eine schnelle Information und die Beantwortung der W-Fragen (wer, wann, wie, wo, was, wieviele) und die Übermittlung von Fotos an unseren Verband immer richtig. Doch auch wir sind nicht 24 Stunden verfügbar.

Nachfolgende Meldekette soll Anglern und Vereinen dabei helfen, die richtigen Schritte einzuleiten:

Weiterhin hat der Sächsische Fischgesundheitsdienst die wichtigsten Informationen auf einem Merkblatt zusammengestellt.

Merkblatt TSK Fischsterben 2020

Lachs gesucht – auf der Suche nach Hinweisen

Die Fischereibehörde hat uns informiert, dass es im Januar 2022 einen Lachs-Anglerfang an der Elbe in oder bei Coswig gegeben haben muss, der bisher bei uns nicht dokumentiert ist.  Mündlich überliefert wurde der Fang eines 92 cm großen Milchners, der bereits einen großen Laichhaken hatte.

Die Fischereibehörde und wir benötigen möglichst viele Informationen über alle Lachsrückkehrer aus den sächsischen Gewässern.  Umso konkreter die Informationen sind, desto besser (Beantwortung der W-Fragen wer, wann, wo, wie, Fotos, Besonderheiten etc.)!

Die Informationen dienen dem Verständnis  über den Verlauf der Lachsaison und geben Aufschluss über den Erfolg der Besatzmaßnahmen und zur Rückkehr des Atlantischen Lachses in Sachsen. Auch sind sie im Rahmen unserer Hegeverpflichtung relevant, da das Projekt zur Wiederansiedlung des Atlantischen Lachses als Artenschutzprojekt einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Hege an der Elbe darstellt.

Wir bitten den Fänger oder die Fängerin sich mit sachdienlichen Hinweisen über den Lachsfang an info@anglerverband-sachsen.de und/oder an fabian.voelker@smekul.sachsen.de zu melden. Dies gilt auch für weitere Fänge größerer Lachse aus unseren Angelgewässern. Hierfür sprechen wir bereits im Vorfeld herzlichen Dank aus!